Kabarett Soloprogramm

Bettnäss-Wellness
von und mit Erich Koslowski
dement gepampert und wundgelegt, die Zukunftsunterhaltung für alle

ACHTUNG!            

“BETTNÄSS-WELLNESS” !!!    wird gerade überarbeitet

Seid 2007 lief das Programm über Altsein, Altwerden und Abgeschoben-Werden sehr erfolgreich. Jetzt wird es intensiv und permanent beackert, es wird recherchiert, mit Alten, mit Pflegerinnen, mit Heimleitern, Ärtzten, Pflegekassen-Laberern und Lobbyschleimern erörtert, diskutiert und gestritten ! Meine Mutter ist seit jetzt nahezu einem Jahr im HEIM. Zuvor haben mein Bruder und ich Sie fast ein halbes Jahr betreut und täglich gepflegt mit allem , was dazu gehört. Das war nicht einfach und erkenntnisreich! Die tagesaktuellen Erfahrungen mit Krankenkassenbürokratie, Einstufungsthematik in Pflegestufen etc. werden heiß eingenäht in das demnächst erscheinende aktualisierte

BETTNÄSS WELLNESS RELOADED

 

 



 Wer noch nicht da war, hats halt verpaßt.

Man kann auch nicht überall gewesen sein. Vielleicht wird die nächste Aufführung, wenn ich nicht nebenbei vergesse eine zu machen, eine der letzten Aufführungen. Demenz greift grassierend um sich. Falls ich vergessen sollte, zur Aufführung zu kommen, hilfts wahrscheinlich auch nicht, darüber nachdenken zu wollen, woran das gelegen haben könnte, weil ichs gar nicht merken würde, dass ich nicht da war. Grad gehts noch mit dem Erinnern, weil ich nur hochscrollen müßte, um rauszukriegen, was ich eben noch dachte, gemeint zu haben. Vielleicht erfindet jemand schnell noch einen Meinomat. Der Wahlomat hat allerdings auch nix geholfen, wenn man das Wahlergebnis überdenkt. Vielleicht bringt ein Denkomat bessere Denkergebnisse. Einstweilen wünsch ich per GLÜCKWÜNSCHOOMAT eine (all)gemein GUTE ZEIT

hoffentlich ohne Heimeinweisung oder Entmündigung (sein Sie also einfach nett zu Ihren Angehörigen, auch wenns Deppen sind)

 

Zum Auftritt am 27.12. hat die Esslinger Zeitung am Heilig Abend geschrieben:

Zum Lachen in den Galgenstricke-Keller

Esslingen (adi) -

Für die kommenden Tage sind erst mal Ruhe und Besinnlichkeit angesagt. Doch der Kabarettist Erich Koslowski denkt bereits weiter und empfiehlt: „Wenn man Weihnachten überlebt hat, könnte man ein bisschen zum Lachen in den Galgenstricke-Keller gehen.“ Dort zeigt Koslowski am Freitag, 27. Dezember, ab 20 Uhr sein Soloprogramm „Bettnäss-Wellness“, in dem er zu ergründen versucht, worauf sich seine Generation im Alter einstellen muss. Und egal, ob er den Pflegenotstand oder die kleinen Zipperlein des Alltags mal satirisch und mal mit feiner Ironie aufs Korn nimmt – Koslowski trifft stets den richtigen Ton und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Denn mit dem Älterwerden ist es manchmal ein Kreuz.

Danke an die EZ !
Ansonsten vielleicht sehn wir uns in 23 Jahren im Heim, aber vielleicht werden wir uns dann nicht mehr erkennen ! Eventuell ischs au besser so. Hihihi !

Bis bald!
ERICH

 

 

 

ZUM PROGRAMM:

Koslowski und sein Alter ( sein alter Ego? ) haben ein Problem. Wie sieht meine Zukunft aus? Anti-aging-hypofit gespritzt beim Grufti-marathon mit Bypass-Spaß und Titan-fließbandscheibe? Viagragestählt und sexbesessen mit 96 nochmal Vater werden? Oder latent debil lächelnd bis todes-depressiv verzweifelt innerlich gelähmt dem Ende entgegen vegetieren? Vom Lebensfrust zur Sterbelust! Das Solo-Angstprogramm für alle, die wo alt werden. Wo werden wir alt? In der Pflegereside(me)nz? Erich allein und nicht zuhaus! Vom Pflegenotstand zur Notstandspflege. Das deutsche Alterspflegesystem, der Zuwachs-Wirtschaftszweig mit Milliarden-Umsätzen. Wer verdient am Dekupidus? Gibt es Einäscherungsprämien für Heimleiter? Vom bereuhten Wohnen mit Kämm-service über die Pflegeaufbewahrung mit Dauerkatheter abkassiert und ruhiggestellt ins Alzer(fall)sheim. OK! Is aber auch nich neu! Doch! Täglich! Je oller, desto doller!

Das Programm kann Mann oder Frau kaufen, also Erich Koslowski mit “Bettnäss-Wellness” engagieren. Konditionen erfragen ! Einfach Kontakt aufnehmen, wer möchte. Wer nicht möchte, der nicht, es sei denn, Sie brauchen einfach jemand zum Reden, weil die letzten drei Wochen niemand in Ihrem Zimmer war zum Windel-Wechseln oder über den verseuchten SOMMER schwätzen  !!!

Bettnäss-Wellness hatte im August 2007 Premiere in Esslingen im Kabarett der Galgenstricke, wird dort und anderswo weitergespielt und laufend aktualisiert, je nach Pflegereformverabschiedung ( normalerweise ist etwas, was verabschiedet wird weg. Die Pflegereformen leider nicht, aber sie wirken fast überhaupt nicht, zumindest nicht reformierend.) Das ist zum Heulen! Oder Sie kommen ins Kabarett, dann ist das, was zum Weinen taugt, auch zum Lachen. Wider der Erwartung mancher taugt die Thematik zur Unterhaltung, wobei zielgerichtet nicht das Thema der Unterhaltung dient, sondern das “Tot”- Lachen, die Unterhaltung dem Inhalt( wobei, es ist immer ein Wechselspiel), im Übrigen weitestgehend ohne Zynismus auf Kosten der Betroffenen . Zuviel wird hier nicht verraten. Ich werd noch Text-Beispiele und Bühnen-Fotos veröffentlichen sowie Filmausschnitte über You-tube verlinken. Die Seite ist grad im Entstehen. Sie wird von Woche zu Woche wachsen. Das dauert. Ich bin Homepagebaby und versuche, mit zu wachsen.

In jedem Fall, das Thema Altwerden, im Alter “UNTER”- gebrachtwerden, Pflegenotstand, Verheimung, Demenz, Umgang mit Ängsten, ganz konkret, was machen wir jetzt mit OPA, was kostet das Ganze an Geld, an Unbezahlbarem, an Gefühlen, an Wut, an Streit mit Angehörigen ( Was sind überhaupt Angehörige? Die gehen gehörig nicht an , sondern auf die Nerven! OK! Mitunter. ) wird nicht alt, sondern bleibt jung, spannend, brennend, aktuell und wird so auch mein Programm weiter am Leben und somit jung halten oder anders gesagt immer jünger machen, je älter es wird.

Tragisch und beglückend zugleich!

So is es im Leben. Die wichtigsten, die bewegenden Dinge liegen eng beineinander, Tragik und Komik, FDP und PDF, TÜV und Auto-Friedhof, Elektroroller und Benzinpreissenkung, Asienurlaub und Tsunami, Leben und Sterben…Und das muß ja nicht im Heim sein. 70% der Deutschen sagen, sie bringen sich um, wenn sie ins Heim müßten. Dabei landen nur 30% der Achzigjährigen im Heim. Wieviel % bringen sich also umsonst um? Oder anders gefragt, wie wäre es, nicht achzig zu werden, ohne suizidalen Lösungsansatz? Z.B.:  Krebsvorsorgeuntersuchungen verbieten, Nichtrauchen unter Strafe stellen, Ampeln abschaffen, Tempo Hundert als Mindestgeschwindigkeit in Fußgängerzonen  einführen, um ein allgemeines sozialverträgliches Frühableben  zur Gesundung der Volkswirtschaft flächendeckend zu ermöglichen.—— Also gut! War ja nur ein Vorschlag!

Sie hören noch von mir! Einstweilen Gute Nacht, wenns geht noch ohne Heim, aber daheim ohne Tranquilizer, immer mit der Gewißheit, obwohl man einschläft, sich also dem kleinen Bruder des Todes hingibt, die Hoffnung nicht zu verlieren, wieder auf zu wachen…………., um dann am Neuen Morgen endlich alles anders zu machen!!! Das hat doch was!!!!