Kabarettist, Textprodackdschen und Rampensau

Achtung ERICH KOSLOWSKI   KÜNSTLERSEITE jetzt auch bei Fatzebock:
www.facebook.com/pages/Erich-Koslowski/170879036388396

BRANDAKTUELL:

ATTENZIONE          Auf, das Leben geht weiter! Auf, loooos, zum HANUTA-ANARCHISTEN in den Galgenstricke-Keller! Und! KEINE ANGST! TRUMP kommt nicht. Er hat Lokalverbot. Aber Hilary hat sich angesagt. Nach dem seit Stunden tausende Trump-Anhänger vor Ihrer Villa warten, sie ins Gefängnis begleiten zu dürfen, hat Misses Clinton Mutti um Asyl gebeten. Kretschmann wird Bundespräsident, Strobl Ministerpräsident und Frauke Petry-Heil Kanzlerin, dann beantrage ich auch Asyl. Am Nordpol! Mc Donald Trump und sein dicker Kumpel Sigi Braunkohle-Erz-Engel Gabriel mißachten das Klimaschutzabkommen was zur Folge hat, dass ich in zwei Jahren am Nordpol das erste Strandkabarett eröffne mit Bar und Wellenbad bei 30 Grad! Bis dahin nochmal schnell zum Erich zum Ablachen in den Keller!!! :

 

Der HANUTA-ANARCHIST

am Samstag 7. Januar 2017 um 20 Uhr und am Sonntag 5. Februar 18 Uhr                 ( bereits so früh, damit`s zum Tatort no langt!  )

im KABARETT DER GALGENSTRICKE, Webergasse 9, 73728 Esslingen, Reservieren: 0711/354444.

 

Es geht “hanutaanarchisch” haltlos weiter:

Nicht zu fassen, der Hanuta Anarchist treibt wieder sein Unwesen. Wer noch keinen Innenstadt-Anwohner-Parkausweis besitzt, darf sich die Chance nicht entgehen lassen. Auf ewig kostenloses Parken in Esslingen! Wahnsinn! Gibts zu gewinnen. Voraussetzung: einfach Eintritt zahlen und blöd rumsitzen. Erfahren Sie, wie man mit Bio-Sprit Bio-Ruccola düngen kann oder wie man Zigeuner-Schnitzel, Migranten-Geschnetzeltes oder Flüchtlings-Fricasse zubereiten sollte. Es gibt nur noch drei deutsche Bevölkerungsgruppen, die “Solidarischen”, die “Solid-Arischen” und die “Dazwischen-Waschlappen”! Und wo bist Du?
Guck Dir den Hanuta Anarchisten an, dann weißt Du es!!!

Bis zum Siebten Januar abends um Acht oder zum Fünften Februar abends um Sechs ! Ich Freu mich auf Euch, Grüßle, Erich

Paris und Brüssel fliegen in die Luft und wir machen weiter Witze! Darf man das ???

Ja! Wir müssen sogar! Sonst würden wir uns freiwillig in den Sarg legen.

Diese Mörder, diese Hoffnungslosen, die oftmals den IS nur instrumentalisieren für ihre Gewaltfantasien, die sie schon lange einmal leben wollten, die die sogenannte Sinnlosigkeit des Daseins sozialisatorisch und autobiographisch quasi von Anfang an eingetrichtert und vorgelebt bekamen, hineingeworfen in die ghetthoisierte, tabuisierte und mobbinghetze geprägte “Großwerd-Situation”, die, nebenbei bemerkt unsere Wohlstandsgesellschaft beinahe als Abfallprodukt zwangsläufig und mutwillig provoziert und in Kauf genommen hat, im Übrigen auch die Flüchtlingsheim-Abfackler haben Angst vor unserem Lachen, vor Humor, vor Satire.

Laßt uns in den Keller gehn und gerade in manchesmal tot-traurigen Zeiten Lachen bis die Luft weg bleibt, wie bei der vorletzten Hanuta Anarchist-Aufführung, als ich eine kleine Pause machen mußte, weil in der ersten Reihe eine Zuschauerin einen nicht enden wollenden Lachanfall bekam. Niemand konnte Sie scheinbar beruhigen, nicht einmal ihr Mann. Nur mein angebotenes Glas Wasser, aber nicht lange. Als ich bemerkte, ich hätte ihr bewußt Wasser ohne Kohlensäure gereicht, weil sonst hätt Sie ja weiter geblubbert, war nix mehr zu halten.

Auf ein komisches Weinen und kosmisches Lachen!!!

Euer ERICH

 

 INTERVIEW mit mir in der Wochenendausgabe der ESSLINGER ZEITUNG zur Entscheidung der Kanzlerin im Fall Böhmermann 16.April 2016 :

 

“VON MEINUNGSFREIHEIT DARF MAN NICHT NUR REDEN” (Erich Koslowski)

ESSLINGEN:

Der Galgenstrick Erich Koslowski kritisiert die Entscheidung der Bundesregierung im Fall Böhmermann

Kurt Tucholsky hat auf die Frage, was Satire dürfe, klipp und klar geantwortet: „Alles!“ Der türkische Präsident Erdogan sieht das ganz anders. Ein Schmähgedicht des TV-Moderators Jan Böhmermann will er juristisch ahnden lassen. gestern hat die Bundesregierung einem Ermittlungsverfahren zugestimmt – eine Entscheidung, die der Esslinger Kabarettist und Galgenstrick Erich Koslowski befremdlich findet.

EZ: Kam die Entscheidung der Bundes-Regierung überraschend für Sie?

Koslowski:

Ja und nein. Nachdem sich die Bundesregierung mit ihrer Entscheidung über Erdogans Antrag so viel Zeit gelassen hat, habe ich schon befürchtet, dass es darauf rauslaufen könnte. Jetzt redet sich die Kanzlerin auf die Gewaltenteilung raus und dass man ja nur geltendem Recht folge. Doch die einschlägigen Gesetze lassen der Bundesregierung die Entscheidung, ob sie einem Strafverfahren zustimmt oder nicht. Ich hätte an Frau Merkels Stelle ganz anders entschieden. Nach den Attentaten auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ hat die ganze westliche Welt einschließlich der Kanzlerin betont, wie wichtig der Schutz der Meinungsfreiheit sei und dass man Satire aushalten müsse. Nun hätte sie Gelegenheit gehabt, ihren hehren Worten Taten folgen zu lassen. Von Meinungsfreiheit darf man nicht nur reden. Wer hinterher anders handelt, wirkt scheinheilig.

EZ: Ein Kanzler Erich Koslowski hätte ganz anders entschieden als Angela Merkel. Können Sie der Ent- scheidung der Kanzlerin auch etwas Positives abgewinnen?

Koslowski:

Ganz klar – ich finde Frau Merkels Haltung grundsätzlich falsch. Andererseits haben nun unabhängige Juristen die Möglichkeit, deutlich zu sagen, dass der Schutz der freien Meinung und damit auch der Satire in unserer Demokratie ganz hohe Güter sind, die es zu schützen gilt. Immerhin bietet sich jetzt die Chance für eine breite Diskussion über den Wert der Meinungsfreiheit. Wenn Böhmermanns Auftritt und die Reaktion der Bundesregierung dazu führen, dass wir uns intensiv über die Freiheit von Kunst und Satire unterhalten, dann hätte eine nach meiner Meinung falsche Entscheidung der Bundes-regierung vielleicht sogar noch etwas Gutes.

EZ: Fürchten Sie, dass man den Fall zum Anlass nehmen könnte, die Grenzen der Satire enger zu ziehen?

Koslowski:

Nein.Jan Böhmermann hat breite Solidarität bei Kollegen und Medien gefunden. Dieses Zeichen wirkt über seinen Fall hinaus.

EZ: Tucholsky fand, Satire dürfe alles. Gilt das auch heute noch?

Koslowski:

Prinzipiell ja. Die Frage, ob alles sein muss, was sein darf, ist eine Frage, die sich der Satiriker selbst stellen muss. Man muss als Satiriker immer authentisch bleiben. Kabarettisten sind das, was ein Kollege mal als „beleidigte Idealisten“ bezeichnet hat. Sich mit Satire gegen Beleidigungen zu wehren, ist auf jeden Fall eleganter, als wenn man dagegen Prozesse anstrengt und dabei einen Ehrbegriff bemühen muss, der einige Jahrhunderte älter ist als der unsere.

EZ: Die Galgenstricke schreiben derzeit ein neues Programm. Beeinflussen Euch solche Ereignisse?

Koslowski:

Auf jeden Fall. Als Kabarettist ist man manchmal vom Bauchgefühl her bereit zum Rundumschlag. Manchmal braucht man den, um sich Luft zu machen. Aber insgesamt bemühen wir uns, Kritik anzubinden an Dinge, die passiert sind. Man kann sich fragen, ob es nötig ist, Erdogan ein unanständiges Verhältnis zu Ziegen nachzusagen. Ich finde, das haben Ziegen nicht verdient. Aber mir ist keine Ziege bekannt, die jemals missliebige Journalisten eingesperrt hätte.

 

 

 

 

 

BRANDAKTUELL:                  

“ZUM SCHIEßEN”  PREMIERE der GALGENSTRICKE Herbert Häfele und Erich Koslowski

28. April 20 Uhr, wurde verschoben, da ich Augenentzündung hatte höchstinfektiös aufgrund der Landtagswahlergebnisse, mein rechtes Auge lief über, war überfordert, eiterte dunkelgrün bis schwarz, eventuell Witz aber sicher auch Wahrheit, kann Augenärztin bestätigen !!! Weitere Termine 29.4., 30.4., 6.5., 7.5. jeweils 20 Uhr und auf galgenstricke.de. Reservieren: Kabarett der Galgenstricke, T: 0711/354444

 

ZUM SCHIESSEN:

 

Schade, dass Öttinger nicht mit Frauke Petry verheiratet ist. Zuzutrauen wärs ihm. Und die angekündigte Konsequenz! Hochachtung! In Wahrheit ein verkappter Stauffenberg? Im Nachruf würde Widerstandskämpfer Öttinger mit seinem Vorbild Filbinger sicher gleichgestellt. Nicht nur Angela, auch Günther wird schlagartig sympathisch.  Nur Voll-Horst bleibt Voll-Horst. Obwohl! Niemand zwingt König Seehofer in einem Unrechtsstaat zu leben. Sein Vorbild König Ludwig hielt seinen letzten Hof auch im See, im Starnberger See fand er Asyl. Seehofer auch  nur ein Flüchtling? Aber warum hat ihm Putin das Asylrecht verweigert und ihn nach München abgeschoben? Ausgerechnet nach München, dieses „teddybärenschmeißende Willkommens-Kultourismus-Ghetto“. Ganz einfach! Weil Bayern immer noch als sicheres Herkunftsland gilt. Obwohl Höneß wieder frei rumläuft, dieser Ausländer-Hans-Wurst! Uli Höneß, ein Schwaben-Emigrant, ein Zugroaster, ein Ausländer, den die Bajuwaren trotzdem lieben! Wie absurd!  Laut neuster Focus-Umfrage sind die Bayern die ausländerfeindlichsten Deutschen. Und das, obwohl die erfolgreichsten Bayern Ausländer sind, z.B. Ribery, Robben, Alonso, Vidal, Lewandowski, Alaba, Tasci… . Ja auch Tasci ein Schwaben-Import, er ist in Esslingen geboren, 1987. Damals spielten wir Galgenstricke „Stadt des Lächelns“, Kabarett über Esslingen, über „Hengstenburg ob der Tauben“ oder“…die Stadt zwischen Essiggurke und Establishment…“ .  Hauptthema an Esslinger Stammtischen seinerzeit:  „Asülanda kriegat bässre Wohnunga wie mir ond saufat ons mit ihre Tausender von der Sozialhilfe  der Kessler Sekt weg.“ Tatsächlich vermieteten  ehrenwerte Esslinger Unternehmer zu horrenden Preisen heruntergekommene Unterkünfte ans Land als Auffanglager für Asylbewerber. Und die, die es betraf, saßen im Theater und fanden`s zum Schießen. Wenn`s einem heute in Esslingen nicht gefällt, muss man nicht gleich nach Bayern auswandern. Einfach AFD wählen. Die Alternative für Deutschland! Was ist das? Auf jeden Fall nicht Deutschland, sondern die Alternative. Vielleicht Sibirien! Sibirien ist eine Alternative für Deutschland. Putin freut sich, wenn die sibirische Steppe von Deutschen bewirtschaftet wird. Das fand schon sein Vorgänger Stalin toll. Mappus und zu Guttenberg wollen in die Politik zurück? Gleich ab zur AFD nach Sibirien, da wär Platz für beide. Warum bleibt Mutti so stoisch in der Flüchtlingsfrage? Weil sie weiß, das erledigt sich von selber. Täglich telefoniert Angie mit Vladimir. Sobald Putin

„AFD-Gauland-Neudeutsch-Sibirien“ zustimmt, fallen die Sanktionen gegen Russland und Muttis  härteste Gegner werden umgezogen. Falls das so nicht kommt und die europäische Lösung nicht klappt, kommt`s vielleicht doch zum „Frauke Petry-Heil Schießbefehl“. Wie sagte jüngst der AFD Kandidat von Kirchheim: „Dem Flüchtling ist es egal, ob er an der griechischen oder der deutschen Grenze erschossen wird.“ Zum Schießen! Was?  Also, nach dem Bürgerwehr Rundgang in der Esslinger Altstadt noch schnell den Schäferhund in den Zwinger und ab zur Schiessübung in unseren Scharfschützen-Lachsalven-Keller.

Wir freuen uns auf Euch. Bis bald im Kabarett Keller,

ERICH

 

 

SO UND JETZT WIEDER ZUM HANUTA ANARCHISTEN: Lest die Zeitungsartikel und anderes im FOLGENDEN, viel SPAß

 

ACHTUNG!           PREMIERE neues SOLO-PROGRAMM war am 11.9.2014:

DER HANUTA-ANARCHIST



am 11.9. 2014 war die rauschende PREMIERE zuhause, also bei den Galgenstricken. Der Saal war brechend voll. Vor der ersten Reihe Zusatz-Stühle. Freundliche, erwartungsvolle Gesichter, Spannung pur!

Hat riesen Spaß gemacht. Ein Stein fiel von der Seele, als der Schlußapplaus brandete. Ist halt doch immer wieder Wahnsinns-Lampenfieber, egal wie oft man schon Premiere gemacht hat. Jedes Mal a bisle wie durchs Abi oder bei der Führerscheinprüfung oder beim Hanuta-Mopsen im Konsum früher !!!  Aber schon nach den ersten Minuten war ein lockerer, schelmischer, witzelnder Kontakt da. Trotzdem sauanstrengend, bisweilen kam komische Leichtigkeit auf. Insgesamt eine schöne Geburt. Der “Hanuta Anarchist” ist auf der Welt. Er lebt weiter am 

Sa. 9. Januar  2016,  20 Uhr ( wenn die Weihnachtstage zum Weinen waren , kann man sich hier wieder frühsommerlich Frei-Lachen ! )


im Kabarett der Galgenstricke
Reservierung: 0711/354444
 oder www.galgenstricke.de

 

Erich Koslowski   DER HANUTA-ANARCHIST

Zum Programm:

Seit 38 Jahren stupfelt Erich Kabarett. Warum? Das war früher genauso wie heut. Ich kann nicht anders! Z.B.: Neben mir geht ein HB-Männle in die Luft. Und…! Anstatt betroffen zu staunen oder mindestens Angst zu kriegen, verreißt`s mich innerlich. Tiefste Tragik gebiert dollste Komik. Ich muss aufpassen, nicht zu wiehern, sonst flieg ich raus. So wirst Du Schauspieler, notgedrungen. Du verstellst Dich, wirst Lügner und Versteher. Durch Hineinversetzen verstehst Du tatsächlich.

Du erzählst das Erlebte brühwarm dem apathisch glotzenden Kumpel, Du schmückst aus, baust Schlösser aus Einzimmerwohnungen, schreist auf einmal selber rum ! Ratzfatz bist Du Dramentexter.

Wenn Dich dann Brandt`s Radikalen-Erlass oder Seehofer`s Gaucho-Maut ausrasten lässt, Du also selber der unfreiwillige Komiker wirst, über den Du grad noch gelacht hast, wirst Du freiwillig Kabarettist.

Dann kramst Du in alten Nummern, die Dir sauaktuell vorkommen und denkst über Hardthöhen-Uschi nach, die nach unbemannten Drohnen lechzt, um sie durch sich selbst zu beweiben. Will sie ethisch sauberes Töten live erfahren?

Das Programm hätt auch heißen können: „The return of Tsunami-Hansi“ oder „Zockergier, Vegantier und Hartzbier“ oder „Lackdose-Intoleranz !!! Behälterfreiheit für Biofarben“ Was soll das denn? Weiß ich auch nicht. Ich will doch nur spielen! Oder „Sex & Dax & Rock`n Rolex“. Den Titel hätt ich aus dem gleichen Grund genommen aus dem der Spiegel nackte Girlies als Titel bringt. Damit`s voll wird! Aber ihr kommt ja auch so! Bis bald!

DER HANUTA-ANARCHIST

 

ESSLINGER ZEITUNG am 13.9.2014 

Erste Kritik von  “DER HANUTA – ANARCHIST” :

 

 

Sticheln und poltern

ESSLINGEN: Erich Koslowski feiert mit “Der HANUTA-ANARCHIST”  Premiere

 

In seinem zweiten Soloprogramm spannt Erich Koslowski den Bogen von frühen Kindheitserlebnissen bis zur Gegenwart. Foto: Schulze

 

Von Sylvia Schulze

Erich Koslowski hat mit „Der Hanuta-Anarchist“, dem zweiten Solo-Programm ohne Kabarett-Partner Herbert Häfele, bei den Galgenstricken erfolgreich Premiere gefeiert. In der neuen Show spannt er den Bogen von gestern bis heute, von frühen Kindheitserlebnissen an der Supermarktkasse bis zum rüstigen Rentner, der wieder mal auf Frauensuche ist. Alten Texten hat er zu neuem Glanz verholfen und aktuelle Tagesthemen eingewoben. Dabei wird gestichelt und gepoltert, was das Zeug hält.

Erich Koslowski ist ein alter Hase auf der Bühne. Er hat 38 Jahren Kabaretterfahrung. Fast genauso lange sind er und sein Partner Herbert Häfele zusammen die Esslinger Galgenstricke. „Der Hanuta-Anarchist“ ist auch nicht sein erstes Solo-Programm, denn mit „Bettnäss Wellness“ hat er schon 2007 alleine Erfolge gefeiert. Trotzdem ist bei der Premiere des neuen Programms das Lampenfieber groß. „Ich habe jetzt acht Wochen nicht auf der Bühne gestanden. Da ist das Gefühl, wann die Pointen kommen, fast weg“, erklärt Koslowski. Kaum zu glauben. Denn der Kabarettist zündet ein wahres Feuerwerk an Witzen und urkomischen Anekdoten. Stichelt leise und poltert laut, mit vollem Körpereinsatz, singt, geigt – und erntet einen Lacher nach dem anderen.

Dabei greift er tief in die Erinnerungskiste. Ein frühes Kindheitserlebnis ist zugleich namensgebend für das neue Programm: Im zarten Alter von vier Jahren hat der kleine Koslowski von einer resoluten Kassiererin im Supermarkt eins auf die Finger gekriegt. Weil er ungefragt nach den Hanutas gegriffen hat. Damals hat er Rache geschworen. Und Anarchie. Die bricht auch dann aus ihm raus, wenn er davon träumt, „mal ins Waschbecken der Oper zu pinkeln“. Auch wenn man mit solchen Übertritten wahrscheinlich die Gesellschaft nicht verändern wird.

Den Geschichtenbogen spannt Koslowski bis heute. Er schlüpft in die Rolle des rüstigen Rentners, der mal wieder eine Frau sucht, weil er auch die fünfte Gattin um die Ecke gebracht hat. Hadert, weil sein Rauhaardackel Waldi vom „Kampfsohn der Nachbarn“ totgebissen wurde. Verkauft die Hundehütte auf dem boomenden Immobilienmarkt für einen horrenden Preis. Und ärgert sich, weil ein Teil seines angelegten Geldes ohne ihn auf den Kaimaninseln Urlaub macht und Caipirinhas trinkt.

LOKALKOLORIT UND BUNDESPOLITIK

Gleichzeitig verwebt Koslowski Lokalkolorit mit der großen Bundespolitik und diese mit dem Weltgeschehen. Er singt das „Lied vom Falschparkerdenunziant“, in der die Esslinger „Altstadtspießerbürgerwehr“ in ihrer Freizeit Jagd auf nicht ordnungsgemäß geparkte Autos macht. Er rechnet aus, dass Hartz-IV-Empfänger genau 1,49 Euro im Monat in ihre Bildung investieren dürfen. Macht sich Gedanken, ob die Asylanten in der Sporthalle Zell nicht besser Hallenturnschuhe bekommen sollten, damit der Boden keine schwarzen Streifen kriegt. Malt die Vision, dass Angela Merkel 2016 das Amt von Jogi Löw übernimmt und treibt die Fantasie damit auf die Spitze, dass die Ex-Kanzlerin zur„zweiten deutschen Zarin der Sowjetunion“ aufsteigen könnte. Koslowski liebt Flunkereien und Übertreibungen. „Im Lauf der Jahre hat die Realität meine Späße aber immer wieder eingeholt“, erklärt er.

Dem Publikum gefällt’s. „Es ist nicht zu intellektuell und nicht zu politisch. Diese leichte Mischung aus allem ist bitterböse und sehr lustig zugleich“, kommentiert ein Zuschauer nach der Premiere.

Die nächsten Vorstellungen von „Der Hanuta-Anarchist“ sind am 12. Oktober, 1. und 2. November, 26. und 27. Dezember sowie am 2. und 3. Januar, jeweils um 20 Uhr, an den Sonntagsterminen um 18 Uhr im Keller der Galgenstricke. Reservierungen unter

Tel. 07 11/35 44 44 oder www.galgenstricke.de.

 

 

Stuttgarter Zeitung am 13.9.2014 PREMIERENKRITIK :

Vom anarchischen Wert der Nussschnitte

Gunther Nething, 13.09.2014 08:00 Uhr

 

Auch wenn der Hut schon bessere Zeiten gesehen hat, so ändert das nichts an Koslowskis durchschlagender Weltsicht Foto: Horst Rudel

 

 

Esslingen – Manchmal sind es kleine Dinge, die sich im Leben als richtungsgebend und prägend erweisen. Bei Erich Koslowski misst so eine Kleinigkeit mal eben sechs auf sechs Zentimeter und ist anderthalb Zentimeter dick. Allerdings muss sich das Quadrätle zu wahren Bergen aufgetürmt haben, als das Umsiedlerbürschle aus dem Dunkel des Bayrischen Waldes einst zum ersten Mal das Licht und die Vielfalt eines schwäbischen Kaufladens erblickte. Da hatte Klein-Erich gar nicht genügend Hände, um den ganzen Segen wortwörtlich erfassen und begreifen zu können. Des Buben Umtriebe beendete freilich jäh die Kassengewaltige mit Schlägen auf die Finger und dem unerbittlichen Machtwort: „Was mr ôlangt, muaß mr au kaufa ond zahla!“ Angefasst aber hatte der Schlingel bereits a Stucker 30 der noch heute „Hanuta“ genannten Haselnussschnittchen, die dann auch allesamt prompt in Mutters Einkaufstasche landeten.

 

Der „Hanuta-Anarchist“ nimmt kein Blatt vor den Mund

 

Die Ausführlichkeit dieser Schilderung ist in diesem Fall unumgänglich, um zu verstehen, weshalb Koslowski nach eigener Einschätzung so geworden ist, wie er geworden ist: Herausgekommen ist nach seiner Lesart ein „Hanuta-Anarchist“ im Gewande eines Kabarettisten. Genau so heißt auch auch das neue Soloprogramm des Galgenstricks K., das jetzt im Webergassenkeller seinen Einstand feierte. Dabei wurde rasch klar, worin das aus frühkindlicher Erfahrung genährte Hanuta-Prinzip besteht – nämlich überall dort hinzulangen, wo’s geht, und aus dem unerschöpflichen Strom der Zeiterscheinungen lieber zu viel als zu wenig herauszufischen versuchen.

Schon der erste Hauptgewinn des Premierenabends legte in diesem Sinn die Marschrichtung fest. Dem Erstentdecker eines „s“ zuviel im Anarchisten-Schriftzug auf Koslowskis Show-Leible winkte nämlich ein Innenstadtanwohnerparkausweis. Der soll zwar regulär 30 Euro kosten, aber, so der Erich, ein Aufkleber der Polizeigewerkschaft erfüllt auch seinen Zweck und kostet bloß zwei Euro neunundvierzig.

Die Großkopfeten kriegen ihr Fett weg

Das Stichwort „Parken“ war gegeben, und so rollte des Galgenstricks verbale Anarcho-Woge weiter zu Esslingens wachsender Bürgerwehr („Hobby-Schimanskis“) im Kampf gegen Parksünder, streifte schrumpfende Bankeinlagen und pries das Flaschensammeln als eine Säule des Sozialsystems. Und natürlich bekamen auch die Großkopfeten ihr Fett weg, die knausrigen Hartz-IV-Strategen oder die „Hardthöhen-Uschi“ von der Leyen, die sich so ungeniert in Drohnen verguckt habe.

Insbesondere als Rentner mit Stock und Hut, auf Rollschuhen und mit Knieschonern, gibt Koslowski seine gut abgehangene Weltsicht preis. Denglische Defizite bleiben da freilich nicht aus, so, wenn er hinter der Offerte „Walken im zweiten Frühling“ eine manuelle Dienstleistung vermutet. Bleibt als hanuta-anarchisches Fazit festzuhalten: Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen!

Die nächsten Vorstellungen von „Der Hanuta-Anarchist“ sind am 12. Oktober, 1. und 2. November, 26. und 27. Dezember sowie am 2. und 3. Januar, jeweils um 20 Uhr, an den Sonntagsterminen um 18 Uhr im Keller der Galgenstricke. Reservierungen unter

Tel. 07 11/35 44 44 oder www.galgenstricke.de.

 

 

ESSLINGER ZEITUNG am 1.9.2014, Vorbericht zur Premiere
von ” DER HANUTA – ANARCHIST “   :

Das große Politische und kleine Private

ESSLINGEN: Kabarettist Erich Koslowski schreibt an seinem zweiten Solo-Programm – Premiere am 11. September

Foto Gaby Weiß

 

In Büchern und Zeitungen recherchieren, von Hand schreiben, am PC erfassen – Kabarettist Erich Koslowski sitzt an einem neuen Solo-Programm.

Von Gaby Weiß

 

 

„Meine Familie sagt, ich werde ungenießbar, wenn ich für längere Zeit nicht auf der Bühne stehe“, erzählt Erich Koslowski. Deshalb hat der Esslinger Kabarettist vor acht Wochen kurzfristig beschlossen, ein neues Solo-Programm zu schreiben, um die Sommerpause im Kabarett der Galgenstricke in der Webergasse zu überbrücken. So sitzt er zurzeit täglich am Schreibtisch, liest und recherchiert in Büchern, Zeitschriften und Zeitungen, durchforstet das Internet, schreibt erst von Hand, dann am PC, damit sein neues Stück mit dem klanghaften Titel „Der Hanuta-Anarchist“ am 11. September Premiere feiern kann.

Vieles ist noch immer aktuell

Eigentlich kennt man Erich Koslowski gemeinsam mit Herbert Häfele als Kabarett-Duo im Keller der Galgenstricke. Bei seinem ersten Solo-Programm „Bettnäss Wellness“, das 2007 Premiere hatte, hat er gemerkt, dass ihm auch der solistische Auftritt viel Spaß macht: „Es ist etwas ganz anderes als zu zweit, aber auf eine andere Art ebenfalls sehr spannend.“ So wie eine große deutsche Wochenzeitung kürzlich titelte „Wann bin ich wirklich ich?“, beschäftigt genau dieser Aspekt Erich Koslowski seit einiger Zeit: „Ich glaube, früher habe ich persönlicher geschrieben. Dann wurde es politischer. Und heute reizt mich wieder, stärker als bisher, die Politik, die einen immer noch saumäßig wütend machen kann, und das Persönliche zusammenzubringen. Das ganz große Politische und das ganz kleine Private.“

In der Vorbereitung hat er viele seiner Kabarett-Texte aus früheren Jahren wieder ausgegraben und dabei überrascht festgestellt, wie wenig sich seither verändert hat: „Texte, die ich vor zehn Jahren geschrieben habe, sind aktueller denn je.“ Er denkt an eine Nummer über das Rauchen und seine Folgen: „Was wir damals meinten, voraussehen zu können, das geschieht jetzt im Moment: In den USA muss erstmals ein Konzern die Witwe eines Rauchers entschädigen, der nicht wusste, dass Rauchen schädlich ist. Und demnächst werden EU-weit abschreckende Bilder von den gesundheitlichen Folgen des Rauchens auf Zigarettenschachteln aufgedruckt.“ Ernüchtert muss er aber auch feststellen, dass sich in den fast 40 Jahren, in denen er mit den Galgenstricken Kabarett macht, nur wenig verändert hat: „Deutschland geht es so gut wie nie zuvor. Und trotzdem verarmen die Menschen, und trotzdem steigt die Benachteiligung der sozial Schwachen, und trotzdem nimmt die Entsolidarisierung der Gesellschaft zu. Das Oben und das Unten werden immer stärker voneinander abgekoppelt.“

Lustvolle Rückschau

Den Titel „Der Hanuta-Anarchist“ fürs neue Programm hat er einem Lied entnommen, das die Galgenstricke – Herbert Häfele am Akkordeon, Erich Koslowski mit der Geige – in den frühen 80er-Jahren immer als Zugabe spielten: „Das dreht sich um einen Mann, der Revoluzzer sein will, aber nicht den Mut zur großen Revolution hat. Aber im Kleinen, im Privaten, da macht er die Revolution.“ Dieser Gedanke passe sehr gut in die heutige Zeit, nur an den Metaphern merke er, dass das Lied schon einige Jahre auf dem Buckel hat: „Da ist vom Peter-Stuyvesant-Gefühl, vom Geschmack der großen weiten Welt, die Rede. Gibt’s diese Zigarettenmarke heute überhaupt noch? Und Schimanski wird darin als der Allergrößte gefeiert, der ist heute nur noch sehr selten auf dem Bildschirm zu sehen.“

Das neue Programm, so Erich Koslowski, soll „eine lustvolle Rückschau auf alte Texte“ sein. Doch er sei sich durchaus bewusst, dass Kabarett dem Tag und der Zukunft verpflichtet sei und nicht dem Blick zurück in die Vergangenheit. So nimmt Koslowski sich die alten Texte vor und beginnt zu recherchieren: Wie sieht das heute aus? Wie lauten die aktuellen Zahlen? Gibt es neue Gerichtsentscheide zur alten Frage? Er beginnt zu schreiben, und es entsteht aus der alten Textidee ein neuer Text. Manches wird vorsichtig aktualisiert und umgearbeitet, anderes, wie der titelgebende Hanuta-Anarchist, erhält eine neue Strophe. Was das Peter-Stuyvesant-Gefühl angeht, ist die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen: „Im Moment sieht es so aus, als behalte ich den Begriff bei, breche aber an dieser Stelle im Lied ab, beziehe kurz Stellung und singe dann weiter.“ Erich Koslowski feilt bis zuletzt an seinem Programm. Was letztendlich dabei herauskommt, das weiß er heute, rund zwei Wochen vor der Premiere, aber noch nicht bis ins allerletzte Detail: „Am schwersten fällt mir in dieser Phase immer das Kürzen und das Weglassen“, gesteht er.

„Der Hanuta-Anarchist“ feiert am Donnerstag, 11. September, um 20 Uhr im Kabarett der Galgenstricke in der Webergasse 9 Premiere. Weitere Vorstellungen sind am 12. und 13. September, am 12. Oktober, am 1. und 2. November, am 26. und 27. Dezember sowie am 2. und 3. Januar 2015, jeweils um 20 Uhr, an den Sonntagsterminen um 18 Uhr. Reservierung unter 07 11 – 35 44 44 oder www.galgenstricke.de.

Artikel vom 01.09.2014 © Eßlinger Zeitung

 

 

 

 

BETTNÄSS-WELLNESS am 11. Mai 2014 war oberlustig!!! Danke allen, die da waren, auch und vor allem den Damen aus dem Esslinger Altenheim, die schon drei Mal da waren. Das nächste Mal lad ich Sie ein, also Eintritt frei und a Gläsle Sekt, versprochen. Es sei denn , ich hätt`s aufgrund latenter Frühdemenz vergessen. Dann einfach sagen, dass das sogar auf meiner Houmpeitsch steht!

Die nächsten “BETTNÄSS-WELLNESS”  AUFFÜHRUNGEN gibt`s am Fr. 5. Juni 2015 und am Sa. 6.Juni 2015je 20 Uhr kann man jetzt schon reservieren unter T:0711/354444 oder über “galgenstricke.de, bei den Galgenstricken und dann auswärts in Nachbarstädten. Ich muss mal andre Kleinkunstbühnen damit beglücken, damit die auch mal sehn, wie alt sie aussehn, wenn sie alt aussehn ! TERMINE werden sobald möglich hier genannt.

 

 

Die Aufführung “BETTNÄSS-WELLNESS” am 27.12. 2013 im Kabarett der Galgenstricke hat mir saumäßig Spaß gemacht. Vielen Dank nochmal den Super- Zuschauern. Wir haben uns ja per Handschlag verabschiedet und noch ein gutes Neues gewünscht. Das war sehr herzlich und hat die Seele gewärmt. Vielleicht sehn wir uns ja mal wieder im Heim. Nur werden wir uns wahrscheinlich nicht erkennen !!! Schmunzel



 Premierentermin TUTTI MUTTI  war am 27.11.2013

  KABARETT DER GALGENSTRICKE: “Tutti Mutti” von und mit Erich Koslowski und Herbert Häfele     weitere “Tutti Mutti” – Aufführungen: 2.,3.,4.,9.,10.,11.,16.,17.,18.,23.,24.,25. Oktober  2014

je 20 Uhr im Kabarett der Galgenstricke, Webergasse 9, 73728 Esslingen
Kartenreservierung T: 0711 35 44 44   
Eintritt: 15.-/17.- Euro

mehr Termine auf galgenstricke.de

 

 

Die ESSLINGER ZEITUNG hat am Heilig ABEND veröffentlicht:

 

Zum Lachen in den Galgenstricke-Keller

Esslingen (adi) – Für die kommenden Tage sind erst mal Ruhe und Besinnlichkeit angesagt. Doch der Kabarettist Erich Koslowski denkt bereits weiter und empfiehlt: „Wenn man Weihnachten überlebt hat, könnte man ein bisschen zum Lachen in den Galgenstricke-Keller gehen.“ Dort zeigt Koslowski am Freitag, 27. Dezember, ab 20 Uhr sein Soloprogramm „Bettnäss-Wellness“, in dem er zu ergründen versucht, worauf sich seine Generation im Alter einstellen muss. Und egal, ob er den Pflegenotstand oder die kleinen Zipperlein des Alltags mal satirisch und mal mit feiner Ironie aufs Korn nimmt – Koslowski trifft stets den richtigen Ton und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Denn mit dem Älterwerden ist es manchmal ein Kreuz.

Danke der EZ !

 

Die nächsten 4 Termine “Bettnäss-Wellness” waren schon. Hab Kurzkommentare dazu gekritzelt. Attraktiv für Leute, die in die Vergangenheit reisen können oder gern mal zurück blicken. Mir machts ab und zu Spaß, hinter mich zu gucken. Ich will ja wissen, ob da jemand steht. Ob ich mich fallen lassen kann oder aufs Rückgrat knalle. Genau weiss mans nie. Deswegen ist `s im Kabarett  immer besser, nach vorn zu stolpern, da hauts einen schlimmsten Falls nur auf die Schnauze, wenn man andern in die Fresse haut. Das passiert eigentlich nie. Die Angst schwingt aber immer mit. Und das ist gut so. Hauptsache man kann saumäßig lachen oder wenigstens knitze schmunzeln, wenn der Schmerz nachläßt.

 

Di. 4.6.2013 – 20 Uhr
Logenhaus Berlin, Bundesverband Geriatrie, Geschlossene Gesellschaft

( Ich hab ne Stunde Ausschnitt gespielt mit grotesken technischen Pannen, Mikro fiel aus, Saal lies sich nicht verdunkeln, obwohl versprochen, Lämple waren angeblich Scheinwerfer, lauter gestresste Chefärzte und Heimbetreiber mußten nach 8 Stunden Vorträgen und 4 Gänge-Menü noch Koslowski ertragen, auch noch nahezu unverständlich, da ohne Mikro in einem Riesen-Saal ! Fantastisch ! Aber, wer hätts gedacht, der Tisch mit den Altenpflegerinnen hat schallend gelacht, sich köstlich amüsiert. Die meisten anderen mußten verdauen, das Programm und auch noch das Menü ! An dem Menü hab ich mich dann noch allein an den Resten verlustiert, nachdem der Geschäftsführer dazu eingeladen hatte, sich für die technischen Pannnen jovial entschuldigend: “aber sie haben das ja super gemeistert, das wär ja langweilig gewesen, wenn alles geklappt hätte, hähähä” ! Dabei kam ein junger Arzt auf mich zu, dem mein Programm-Teil sehr gut gefallen hatte. Er meinte nur, ich müsse mich nicht wundern, dass sich die Vertreter der Heimbetreiber-Konzerne, die sich grad noch in einer Rede vom Bundes-Gesundheitsminister haben Honig ums Maul schmieren lassen, den Festabend nicht von angeblich unappetitlichen Zuständen in ihren Alters-Luxus-Residenz-Palästen von mir versauen lassen. Ihm hätts, wie gesagt, super gefallen, man könne nicht tief genug den Finger in die Pflege-Katastrophe drücken. Ich hab mich dann freundlichst verabschiedet, bin zum Savigny-Platz geschlendert und hab im Brel bei flockiger Live-Klaviermusik noch nen schmissigen Ruccula verdrückt und die Eindrücke abdampfen lassen. 3 Tage hab ich noch drangehängt in Berlin, um die Ecke in der Knesebeckstraße so`n Hollandrad gemietet, durch den Grunewald radeln, am Schlachtensee liegen im Gras  in die Wolken glotzen, in der Bergmannstraße griechischen Wein vom Faß, das Glas 1 Euro, im Kiezcafe Kreuzbergathmo einatmen… !, Schönes Wetter und locker Feeling im Juni in Baaliihn, da fühl icke mir als Lizenz-Schwabe daheem, wa ?)

 

 

Fr. 31.5.2013 – 21 Uhr
Sonderveranstaltung mit anschliessendem Gespräch zum Thema “Pflegenotstand in Deutschland” im Theatercafe im Kabarett der Galgenstricke, Webergasse 9, 73728 Esslingen, Reservierungen unter 0711 35 44 44

 

 

So. 26.5.2013 – 18 Uhr
in der Hammermühle, Ellwangen/Jagst

( saunette Veranstalter, super Stimmung, urig, war ein toller runder Abend, danke auch an Malle, Reiner und Hilde )

 

 

Do. 9.5.2013 – 20 Uhr
im Kabarett der Galgenstricke, Webergasse 9, 73728 Esslingen

( Es waren wohl bloß 23 Zuschauer, aber eine der komischsten Aufführungen, da wurde nicht nur gelacht, sondern gejohlt und geweint vor Lachen. Irgendwie hatte man sich gegenseitig angesteckt. Nach solchen Abenden weiß ich wieder, wenn ichs jeh vergessen hätte, warum mir die Kabarettl-Bretter so wahnsinnig Spaß machen. )

 

 

Achtung:    ABFALLTEXTLE

TEXTLE im RÜCKBLICK oder NACHHARK zu Stuttgart 21:

nebenbei entstanden beim “Tutti Mutti”-Schreiben ( Galgenstricke Hausprogramm von November 2013 bis Januar 2016 ), also im Herbst 2013. Kam net ins Programm, aber hatte ich spontan verfaßt, nachdem ich grad in der Esslinger Zeitung gelesen hatte, dass die GRÜN – ROTE Landesregierung wohl aus Stuttgart 21 gelernt hätte und als Konsequzenz einen “PLANUNGSLEITFADEN” gesetzlich verankern wolle. Nach der Zeitungslektüre sah ich mich veranlaßt das Folgende gschwind aus dem Bauch runter zu schreiben.

Viel Vergnügen:

 

Kretschis Planungsleitfaden !!!

Kretschmann sagt, wir haben verstanden. Seine Regierung beschließt neuen Planungs-leitfaden, um die Bürger früher und besser bei Großprojekten zu beteiligen.

Das wird nur gelten für Projekte des Landes, also nicht für ein eventuelles Stuttgart 22. Stuttgart 21 hat nicht das Land, sondern die Bahn und partiell die Kommune als Projektträger. Aufgrund der von allen Seiten zugestandenen Unwirtschaftlichkeit des Bahnhofsprojekts, das nur weiter gebaut wird, weil ein Ausstieg noch teurer käme und weiterer avisierter noch nicht im Entferntesten kalkulierbarer Kostenexplosionen, wäre ein nächstes Großprojekt bei dem der neue  Planungsleitfaden exklusiv zur Anwendung käme allein aus kostentechnischen Erwägungen frühestens 10 Jahre nach der Fertigstellung von Stuttgart 21 denkbar.

Dass die grün-rote Landesregierung Gesetze, deren Auswirkung im besten Falle unsere Urenkelgeneration beträfe, vorformuliert und heute beschließt, markiert einen Quantensprung in Generationengerechtigkeit. Was allerdings konkret im Jahr 2160 neu als Großprojekt anstehen wird, kann nur erahnt werden.

 Vielleicht zum Anlaß des 100-jährigen Jubiläums der Stillegung der Tiefbahnhofbaustellen-Ruine mit den veralgten Grundwassermanagement-Becken die Projekt-Genehmigung zum Umbau in ein einmaliges, noch nie dagewesenes, großstädtisches Großwasserareal für heimische Großfische wie Immobilien-Haie, Grün-Dümpler, Rot-Barsche sowie die artverwandten, zahlenmäßig häufiger vorkommenden Rot-Arsche, Klein-Gelbwürger, Schwarz-Killerwahlaale und andere gemeine Flussräuber und Mehraussäuger. Die großräumige Wasserzuführung könnte man über die aus Brandschutzgründen nie zur Nutzung freigegebenen aber seit 110 Jahren fertiggestellten Tunnelröhren vom Filderraum aus dem Echterdinger Baggersee des ehemals geplanten Filderbahnhofsgeländes organisieren.

Aber wahrscheinlich würde der BUND protestieren, weil sich der mittlerweile entstandene Groß-Juchtenkäfer, der ausgewachsen bis zu 2,50 Meter Durchmesser und bis zu 6 Zentner Lebendgewicht erreicht in den verwaisten Tunnelröhren ideale artgerechte Rückzugsräume sowie Nist- und Brutplätze erobert hat, deren Zerstörung die seit den damaligen Baumaßnahmen ohnehin gefährdete Bausubstanz der  Degerlocher Hangbebauung ins Rutschen brächte und so die Vernichtung des gesamten Stadtteils nicht aufzuhalten wäre.

 Solch düstere Eventualprognosen sollten die derzeitige Landesregierung allerdings nicht daran hindern, weitere mutige Planungsleitfäden zu spinnen, weil sich spätere Generationen sonst außer an die von Grün-Rot erfolgreich durchgeführte Abschaffung des Berufslehrertums in Baden Württemberg kaum an die einmalige fünfjährige nicht von der CDU zumindest mit geführte Regierungsphase erinnern dürften.

Auf bald im Kabarett ! Ich freu mich,  Er oder Ich… ?,  also gut, beide:  ERICH